| 2009-05-25
Lustenau, 13. Mai 2009 – Mit Technologie aus Vorarlberg lassen sich Schienenfahrzeuge in Österreich zukünftig bei Geschwindigkeiten von 200 Kilometer pro Stunde und mehr vollautomatisch identifizieren. In Zusammenarbeit mit der ÖBB-Infrastruktur Bau AG entwickelte der Systemintegrator Prosoft Süd Consulting das System „Rail-Reader“. IDENTEC SOLUTIONS steuerte dazu die aktiven RFID-Transponder sowie die Lesegeräte bei, die die berührungslose Erkennung erst möglich machen. „Die Messung und Kontrolle der Infrastruktur wird durch dieses neuartige Konzept deutlich vereinfacht und zugleich optimiert“, sagt Gerhard Schedler, CEO von IDENTEC SOLUTIONS.
Geringerer Aufwand – höherer Nutzen Vor Jahren haben die ÖBB damit begonnen, mithilfe örtlicher Messstellen den technischen Zustand der Züge während der Fahrt zu ermitteln. Bei einer Auffälligkeit den betreffenden Wagen ausfindig zu machen, war bislang jedoch mit hohem administrativem Aufwand verbunden und barg zudem auch Fehlerquellen.
Diese Unannehmlichkeiten gehören nun der Vergangenheit an. „Der ‚Rail-Reader’ ermöglicht erstmals, dass Messergebnisse von bestehenden Lärm- und Radqualitätsmesssystemen oder Heißläuferortungsanlagen eindeutig dem jeweiligen Wagen zugeordnet werden können“, erörtert Wolfgang Zottl von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG und konkretisiert: „Bereits Sekunden, nachdem der Zug eine Messstation passiert hat, stehen die für seine Identifizierung relevanten Daten elektronisch zur Verfügung.“ Die direkte Zuordnung der Messdaten zum Fahrzeug liefert dem Wagenbetreiber gegebenenfalls auch zeitgerechte Hinweise auf einen Wartungs- oder Reparaturbedarf.
Hohe Lesesicherheit Das „Rail-Reader“-System funktioniert laut Martin Novak, Geschäftsführer von Prosoft Süd Consulting, unkompliziert und benötigt keine aufwändige Infrastruktur: „Jeder Wagen ist mit einem Transponder, der so genannten ‚e-Plate Rail’, versehen. Auf diesen sind die Wagennummer, Achszahl, Eigen- und Bremsgewichte usw. gespeichert. Während der Vorbeifahrt an einer Messstation liest ein am Gleisrand montiertes Lesegerät die Daten der elektronischen Nummerntafel aus und gibt sie an ein Messsystem weiter.“ Und die Produkte von IDENTEC SOLUTIONS würden selbst bei hoher Durchfahrtsgeschwindigkeit eine sehr hohe Lesesicherheit bieten, ergänzt Novak: „Mit seiner Erfassungsrate übertrifft der ‚RAIL-Reader’ ähnliche Lösungen bei weitem.“Bislang sind Wagen im Güter- und Personenverkehr sowie verschiedene Traktionsfahrzeuge von ÖBB und Privatbahnen mit der elektronischen Nummertafel ausgestattet worden. In ersten Projekten werden bereits die Zuglaufrichtung und Ankunftszeiten von Containerzügen an Terminals vorgemeldet oder die Ein- und Ausfahrten von Traktionsfahrzeugen an Stützpunkten protokolliert. Gemeinsam mit Vertretern internationaler Arbeitsgruppen der Eisenbahnverbände sowie anderen Systemintegratoren arbeiten die ÖBB-Infrastruktur Bau AG und Prosoft Süd Consulting bereits an einer europaweiten Umsetzung dieses Konzepts.
Über IDENTEC SOLUTIONS IDENTEC SOLUTIONS treibt seit 1999 die Entwicklung aktiver RFID-Systeme voran und ist heute der weltweite Marktführer auf diesem Gebiet der berührungslosen Identifikation. Als Technologielieferant erarbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Partnern innovative Lösungen in den verschiedensten Branchen. Diese sorgen unter anderem in der Bauindustrie, im Gesundheitswesen oder in der Halbleiterindustrie für wirtschaftlichere Prozesse. Als Lösungsanbieter liegen die Schwerpunkte vor allem in der Automobilindustrie sowie im Bereich von Oil, Gas & Mining. Das Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Lustenau (Österreich) unterhält zwei weitere Standorte in Europa sowie Niederlassungen in Amerika, Asien und Australien. Weitere Informationen unter www.identecsolutions.com.
Über Prosoft Die 1993 gegründete Prosoft Süd Consulting GmbH ist spezialisiert auf die Konzeption sowie Entwicklung und Implementierung von Systemen für Identifikation, Datenerfassung, Datenübertragung und Kommunikation im Bereich Logistik mit spezieller Ausrichtung auf Anwendungen im BAHN-Bereich. Hauptsächliche Arbeitsgebiete sind die Entwicklung von Identifikationslösungen auf Basis RFID sowie Ortungsanwendungen (GPS/GALILEO) und Fahrzeugdatenerfassung. Zusammen mit einem Fachpartnernetzwerk werden die Lösungen in die Businessprozesse der Kunden, meist international arbeitende Logistikunternehmen, eingebettet. Das Produktspektrum der PSC umfasst neben Beratung und technischem Consulting auch outstanding Lösungen im Bereich Identifikation von Rolling Stock (Erkennungsrate > 99%) und neuerdings auch Produkte für das Traktionsfahrzeugmanagement und multimodale Integrationslösungen im Containerbereich. www.prosoftconsult.at
Über die ÖBB-Infrastruktur Bau AG Rückgrat der Bahninfrastruktur Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG ist für Planung, Bau, Finanzierung und Anlagenmanagement der gesamten ÖBB-Bahninfrastruktur verantwortlich. Mit einem Investitonsvolumen von gesamt mehr als 2 Mrd. Euro pro Jahr bis 2014 forciert die ÖBB-Infrastruktur Bau AG den Schienenausbau in Österreich. Das Unternehmen ist Eigentümerin der ÖBB-Infrastruktur samt Anlagen und Einrichtungen mit einem Sachanlagevermögenswert von rund 11,5 Mrd. Euro (nach IFRS).Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG ist Teil des ÖBB-Konzerns. Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG. www.oebb.at/bau
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